Auf einem halben Hektar Freiland und 800 qm Folientunnel bauen wir an Feingemüse das an, was unser beider Arbeitskraft und der Boden uns ermöglichen. Unser Boden nämlich ist nicht gerade der ideale Gemüsestandort. Ihm fehlt das Grundwasser, er ist recht flachgründig und liegt am Nordhang 200 Höhenmeter über der Weser. Die Wassersituation macht uns zu unbedingten Regenbefürwortern. Einen öffentlichen Wasseranschluß gibt es hier nicht. Im Winter sammeln wir zwar reichlich Gießwasser aus unserer Quelle, die den Hof versorgt, im April/Mai aber meist versiegt, dennoch werden es anspruchsvollere Gemüsearten, die auf kontinuierliche Wasserversorgung angewiesen sind, hier immer schwer haben. Mehr als entschädigt werden wir von einigen Kulturen, die uns unter diesen Bedingungen mit einem tollen Aroma beschenken. Die Bodenbearbeitung erfolgt mit kleinen Einachsern, der Rest ist Handarbeit. Der Boden wird ausschließlich  "vegetarisch" ernährt, das heißt über Gründüngung mit Leguminosenanteil. Da wir der Überzeugung sind, daß auch die sogenannten "Schädlinge" eine wichtige Aufgabe im Öko-System haben, versuchen wir über Kulturmaßnahmen ein Gleichgewicht zu erreichen. Auch die Pflanzenhomöopathie spielt eine immer größere Rolle. Die Jungpflanzen ziehen wir ausschließlichen selbst an - mit Saatgut aus kontolliert ökologischer Erzeugung, oder aber, wo möglich, aus selbstgewonnenen Samen.